Zum ersten Mal in Breslau? Oder schon zum zweiten, dritten oder mehr? Kein Problem! In dieser Stadt gibt es immer viel zu besichtigen. Dies sind unsere Vorschläge, die man in Breslau unbedingt sehen muss!
1. Der Marktplatz
Er wurde im 13. Jahrhundert gegründet und beeindruckt bis heute. Circa 60 Altbauten umringen den Marktplatz und jedes der Häuser bringt eine einzigartige Geschichte mit sich. Der Marktplatz selbst diente vor allem zum Handel. Hier haben sich Menschen getroffen und auch gefeiert. Im Zentrum steht das gotische Rathaus mit dem Schweidnitzer Keller – das älteste Restaurant in Polen mit eigener Brauerei. Es gibt sogar einen Spruch: „Wer noch nicht im Schweidnitzer Keller war, ist nie in Breslau gewesen“. Das können wir mit gutem Gewissen bestätigen.
Der Marktplatz ist auch um 2 Meter in die Höhe gewachsen! Wenn wir einige Fenster vom Rathaus betrachten, stellen wir fest, dass diese teils nicht ganz sind. Im Mittelalter gab es keine Mülleimer und so wurde der Müll einfach mit Sand überschüttet. Somit bewegen wir uns jetzt quasi auf Abfällen.
2. Dominsel
Wenn wir die Dominsel betreten, verändert sich die Atmosphäre. Es wird ruhiger, gelassener und man kann den Geist entspannen lassen. Hier befinden sich, auf engen Raum, sechs Kirchen, zusammen mit dem gotischen Dom. Die Dominsel hat auch ihren eigenen Laternenanzünder. 30 Minuten vor dem Sonnenuntergang und nach dem Sonnenaufgang fängt er an, die Laternen anzuzünden oder zu löschen. Das ist der einzige Ort in Polen, wo sich diese Gaslaternen befinden.
3. Die Alten Fleischbänke
In dieser Gasse spürt man den mittelalterlichen Geist durchziehen. Heute kann man nicht mehr, wie Jahrhunderte davor, Fleisch kaufen, denn Künstler haben diesen Ort übernommen. Stattdessen kann man heute handgemachte Kleinigkeiten als Andenken an Breslau kaufen. Als Hommage an die Tiere, deren Fleisch hier Jahrhunderte lang verkauft wurde, errichtete man ein Denkmal Zu Ehren der geschlachteten Tiere.
4. Panorama Racławicka
Das Panorama entstand im Jahr 1894, um zum 100. Jahrestag der Schlacht bei Racławice die Moral der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. In einer Zeit, als Polen nicht auf der Landkarte existierte, wollten die Maler Wojciech Kossak, Jan Styka und andere zeigen, dass die polnische Kultur weiterhin lebendig ist. Ziel war es, die Herzen derer zu ermutigen, die Angst davor hatten, für die Freiheit Polens zu kämpfen. Nach einer langen Odyssee wurde das Panorama 1985 in Breslau wiedereröffnet. Seitdem wird es jährlich von etwa 300.000 bis 400.000 Menschen besucht.
5. Universität
Das ist ein obligatorischer Punkt in Breslau – sowohl von außen als auch von innen. Ursprünglich als Jesuitische Akademie gegründet, dann 1811 zur Universität erweitert. Sie beeindruckt mit ihrer Spannweite und dem mathematischen Turm. Nicht viele Personen wissen, dass drei Türme geplant waren und das Gebäude sogar noch länger sein sollte! Dieser Plan ist leider nie Wirklichkeit geworden, dennoch erfreut sich Breslau an einem prachtvollen Bauwerk. Innendrin kann man die Festsäle Aula Leopoldina und Oratorium Marianum besichtigen, welche in barock gehalten sind, und die Aussicht der Stadt auf dem Turm genießen.
6. Brücke der Büßerinnen
In einer Höhe von 45 Metern befindet sich die sog. „höchstgelegene Brücke Schlesiens“, was im 17. Jahrhundert im Test über allgemeines Wissen von Schlesien auftauchte. Das Bauwerk ist auch unter den Namen „Hexenbrücke“ oder „Brücke der Büßerinnen“ bekannt. Einer lokalen Legende zufolge erzählten Mütter ihren Töchtern die Geschichte von jungen Frauen, die sich weder um den Haushalt kümmerten noch heiraten wollten, und deshalb dazu verurteilt wurden, die Brücke bis zum Ende der Zeit zu kehren.
Die Brücke ist Teil der Kirche der hl. Maria Magdalena in Breslau.
7. Zoo
Das ist der älteste Zoo in Polen! Er wurde im Jahre 1865 gegründet und zog von Anfang an tausende Menschen heran. Heutzutage befindet sich der ZOO auf einem großen Gelände. Wir können dort Elefante, Giraffen, Zebras, aber auch Wölfe finden, aber auch europäische Hamster, Capybaras und viele mehr! Insgesamt gibt es über 1 100 Arten. Hier befindet sich auch das Afrykarium, in dem man sich für eine kurze Zeit wie in einer anderen Klimazone fühlt. Dort finden wir sogar Manatis. Ihre Zucht ist eine der dynamischsten auf der Welt.
8. Hala Stulecia
Erstmals heftig kritisiert, doch heute ein weltweit berühmtes Gebäude. Man sagte, es erinnert an eine Hutschachtel, Gasometer… und heute befindet es sich auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste. Und nicht ohne Grund! Das ist das erste Gebäude in solchem Ausmaß aus Stahlbeton, der vom einfachen Beton leichter und in der Konservation billiger ist. Das Material schien so kontrovers, dass als die erste Schraube der Rüstung entfernt werden sollte, keiner der Bauarbeiter traute sich, den ersten Schritt zu wagen. Somit musste der Architekt – Max Berg – einen beliebigen Passanten bezahlen, damit dieser die erste Schraube entfernt. Das Gebäude steht bis heute in seinem originellen Zustand.
Die Jahrhunderthalle schlug sogar nach fast 2000 Jahren einen Rekord. Der Durchschnitt der Kuppel ist größer als der des Pantheon in Rom! Drinnen finden wir das Visitor-Center, indem man mehr über die Geschichte der Halle erfahren kann und natürlich kann man die Halle auch von innen betrachten.
9. Neon-Side-Galerie
Wir finden sie im Viertel der Vier Konfessionen. Ihre Geschichte begann im Jahre 2005, als Tomasz Kosmański sah, dass ein Neonschild aus einer Konditorei in dem Müll gelangen sollte. Von diesem Moment an begann er Neonlichter zu sammeln und im Keller zu lagern. Als er keinen Platz mehr hatte, brachte er sie in Garagen von seinen Bekannten. Es gab so viele von ihnen angesammelt, sodass er einen Platz vermietete, dessen Geschichte mit Neonlichtern verbunden ist. An diesem Orte befand sich in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts das Unternehmen „Reklama“ [Werbung]. Es war der größte Hersteller von Neonlichtern in Niederschlesien. Heutzutage befinden sich hier 30 Exponate (insgesamt hat die Fundation etwa 80 Neonschilder) und am besten ist es, sie bei Nacht zu bewundern. Es ist der perfekte Ort für Fotografen, Kunstliebhaber und alle die ein tolles Foto für Instagram wollen, aber auch für alle die etwas Adrenalin suchen, denn nebenan befinden sich zahlreiche Clubs.
10. Die Ausstellung Kolejkowo
Das ist kein gewöhnlicher Ort. Auf einer Ausstellungsfläche von 900 Quadratmetern lassen sich die bedeutendsten Denkmäler und Sehenswürdigkeiten Breslaus und Niederschlesiens bewundern.
Neben dem detailgetreuen Rathaus oder dem Świebocki Bahnhof beweisen die Schöpfer jedoch auch eine Menge Humor: In dieser Miniaturwelt trifft man neben dem Breslauer Stadtpräsidenten Jacek Sutryk auch Shrek, Superman oder eine polnische Version des Mount Rushmore.
Hier vermischt sich die Realität mit Fantasie und währenddessen gibt die Zeit ihren eigenen Rhythmus vor. Ein Tag dauert lediglich 9 Minuten, gefolgt von einer 4-minütigen Nacht. Das wechselnde Wetter verleiht der Anlage eine besondere Dynamik – mal strahlt die Sonne, mal tobt ein Gewitter. Für zusätzliche Unterhaltung sorgt eine kostenlose Suchkarte, die man am Eingang erhält. Mit ihr können sich Besucher auf die Suche nach versteckten Hunden, Katzen oder speziellen Charakteren machen. Abgerundet wird das Erlebnis durch wechselnde saisonale Exponate, die jeden Besuch zu einer neuen Entdeckungsreise machen.
Das sind nur unsere Top 10 Orte, die man in Breslau unbedingt sehen muss. Es gibt aber natürlich viel viel mehr 😊 Für mehr Inspirationen schauen sie auf unsere Website oder rufen Sie uns an, um die beste Stadtführung zu buchen. Denn sind wir mal ehrlich, am besten ist es, wenn ein echter Profi uns von den Orten erzählt.


